VERSCHOBEN Gesang der Orgel

#MUSIK #PERFORMANCE

Werk für robotische Raumorgeln und Sängerin

25.11.2020


Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verbieten die Aufführung von „Gesang der Orgel“ vor Publikum. Das Konzept des Stücks sieht eine raumakustische Musikerfahrung in den Sälen des REAKTOR, die durch eine Aufzeichnung nicht vermittelbar wäre, vor. Die Aufführung wird daher auf unbestimmte Zeit verschoben, bis die Aufführung in ihrer ursprünglich intendierten Form wieder möglich sein wird. Weitere für den November geplante Konzerte werden per live stream übertragen, Informationen dazu finden sich in der Programmübersicht des REAKTOR auf www.reaktor.art sowie bei unseren Programmpartner*innen.


Vernissage mit Gesangsperformance | 25.11.2020, 19 Uhr | Tickets

Öffnungszeiten Klanginstallation (Eintritt frei) | 27.11.-28.11.2020, 14-20 Uhr

Finissage mit Gesangsperformance | 29.11.,14 Uhr | Tickets


Gesang der Orgel ist eine begehbare Klanginstallation für 222 modulierbare Orgelpfeifen und Sängerin. Holz-, Metall- und Rohrregister einer Hradetzky-Kirchenorgel werden in den Sälen des Reaktors verteilt. Sie werden zum akustischen Bühnenbild und zur robotischen Raumskulptur. Jede Pfeife kann individuell robotisch über ein Computernetzwerk in Lautstärke und Luftstrom sowie Feinstimmung gesteuert werden. Da die meisten Pfeifen computergesteuert um einen Halbton verstimmbar sowie auch klanglich veränderbar sind, ergeben sich neue Quasi-Registerfarben und unendlich viele (Ver-)Stimmungen.

Das akustische und musikalische Repertoire reicht von Glissandi unterschiedlicher Größe über modulierende Töne und Cluster bis hin zu kleinen sprachartigen Phrasen. Die veränderbaren Stimmungen ermöglichen einen «harmonischen Gleichklang» der Obertöne, in dem sich unterschiedliche Schwebungsklänge und -rhythmen nur scheinbar wiederholen. Zusätzlich werden eigens angefertigte Orgelpfeifen robotisch in Wasserbehälter getaucht und so zu Glissandopfeifen umgewandelt, die kaum wahrnehmbare Glissandi oder auch schnelle Tonsprünge spielen können.

Die Klanginstallation wird mit dem Gesang der Sängerin Lissie Rettenwander live eröffnet. Dabei werden Mensch und Maschine so vernetzt, dass die Computerorgel den Gesang imitieren und in den folgenden Tagen in Loops wiederholen und variieren wird. Anstelle des Orgelmanuals werden Stimme und Mikrofon zum Interface der Orgel. Die algorithmisch generierte Komposition der Installation ist nonrepetitiv und unendlich lang fortsetzbar. Das Klangerlebnis endet wieder mit einer Gesangsperformance im Rahmen einer Finissage.


Mitwirkende

Winfried Ritsch: Computerorgel

Lissie Rettenwander: Stimme

Eine Koproduktion von Winfried Ritsch und REAKTOR.

Tickets: 20 € (ermäßigt mit Personal Pass / <27: –50%), 20% Rabatt für Standard-Abonnenten

Foto: (c) Winfried Ritsch


Informationen zu Pandemie-bedingten Maßnahmen im Rahmen von Veranstaltungen im REAKTOR.

ftg